Bauprojekte im Schutzbereich von Bäumen erfordern eine präzise Faktenlage. Mit einer fachgerechten Wurzelsuchschachtung schaffen wir Klarheit für Bauherren und Bauleiter über den tatsächlichen Wurzelverlauf.
Sind Bauvorhaben im Schutzbereich von Bäumen (Kronenprojektionsfläche + 1,5 Meter) geplant, ist eine Wurzelsuchschachtung für Bauherren, Architekten, Tiefbaubüros, Hausverwaltungen und öffentliche Auftraggeber besonders relevant. Diese Untersuchung ermöglicht zudem die rechtzeitige Planung zwingender Folgemaßnahmen, wie etwa den Aufbau eines fachgerechten Wurzelvorhangs oder eine fachlich fundierten, statisch unbedenkliche Wurzelkappung unter Beachtung der Tiefenbegrenzung. In Berlin schaffen wir mit der Schachtung deshalb vor dem eigentlichen Eingriff eine belastbare Grundlage: Sie zeigt, wo tragende Grob- und Starkwurzeln liegen, wie dicht der Feinwurzelbereich ausgeprägt ist und welche Schutz- oder Anpassungsmaßnahmen notwendig werden.
Regelt den Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen und ist eine zentrale Grundlage für Arbeiten im Wurzelbereich.
Die aktuelle Richtlinie für Baumschutz im Straßen- und Tiefbau, seit 2023 Nachfolgerin der RAS-LP 4. Sie definiert den Schutzbereich rund um den Baum verbindlich.
Der Branchenstandard für fachgerechte Baumarbeiten. Er regelt, wie freigelegte Wurzeln zu behandeln und notwendige Wurzelkappungen sauber auszuführen sind.
Diese ATV definiert die fachgerechte Durchführung von Schutzmaßnahmen an Vegetation als zwingende Pflicht für alle bauausführenden Gewerke und Betriebe.
Schützt wildlebende Tiere, Pflanzen und Gehölze allgemein und setzt zeitliche Grenzen für bestimmte Eingriffe in Bäume und Vegetationsbestände.
Regelt den besonderen Artenschutz, etwa wenn Brutstätten, Höhlen, Quartiere oder geschützte Arten im Umfeld der geplanten Arbeiten betroffen sind.
Für Bauherren, Planungsbüros, Hausverwaltungen und öffentliche Auftraggeber schaffen wir Klarheit, bevor schwerwiegende Eingriffe entstehen und nicht erst, wenn der Bagger schon auf der Baustelle wartet. Wer den Wurzelverlauf kennt, bevor Fundamente, Trassen oder Wege festgelegt sind, vermeidet Konflikte, statt sie teuer zu reparieren. Als erfahrene Baumkletterer und Baumpfleger arbeiten wir nicht nur schonend an den Wurzeln, sondern kennen auch die rechtlichen Vorgaben in Berlin und Brandenburg. Sie erhalten eine belastbare, dokumentierte Grundlage und einen Ansprechpartner, der Behördenabstimmung und Folgemaßnahmen mitdenkt.
Je früher Sie uns einbinden, desto mehr Spielraum bleibt Ihnen bei der Planung. Sprechen Sie uns an, bevor die ersten Entscheidungen feststehen.
Ob erste Beratung, kurzfristiger Einsatz oder langfristige Betreuung: Mit baumbiologischem Know-how und professioneller Seilklettertechnik sind wir in Berlin & Brandenburg für Sie da.
Sie schildern uns Ihr Bauvorhaben und die Situation am Baum. Vor Ort klären wir Umfang, Zugang und das passende Verfahren und erstellen Ihnen ein konkretes Angebot.
Wir legen die Wurzeln mit Saugbagger, Druckluftlanze oder von Hand frei und erfassen Lage, Tiefe und Stärke direkt vor Ort – fotografisch und maßstäblich dokumentiert.
Sie erhalten eine klare Bewertung der Bauverträglichkeit und eine dokumentierte Grundlage für Ihre weitere Planung. Auch mit Folgemaßnahmen wie Wurzelvorhang oder fachgerechter Baubegleitung.
Erdarbeiten im sensiblen Wurzelraum sind streng witterungsabhängig. Bei anhaltendem Bodenfrost dürfen keine Schachtungen durchgeführt werden, da das gefrorene, wasserführende Feinwurzelwerk bei mechanischer Berührung sofort splittert und irreversibel abstirbt. Bei extremen sommerlichen Hitzewellen wiederum muss die offene Freilegung zeitlich auf ein Minimum reduziert und zwingend sofort mit feuchtigkeitsbindendem Wurzelschutzgel oder feuchten Jute-Abdeckungen flankiert werden.
Die schonende Freilegung selbst ist in der Regel kein genehmigungspflichtiger Eingriff. Sobald jedoch Wurzeln gekappt werden sollen oder ein geschützter Baum betroffen ist, greifen die Baumschutzverordnung und die untere Naturschutzbehörde. Häufig ist die Untersuchung des Wurzelraums ohnehin eine Auflage der Baugenehmigung. Wir stimmen das Vorgehen bei Bedarf mit dem zuständigen Bezirksamt ab, damit Sie auf der sicheren Seite sind.
Der Schutzbereich eines Baumes reicht weiter, als viele denken: meist bis 1,5 Meter über die Kronentraufe hinaus – und die Wurzeln können noch darüber hinausgehen. Die meisten Feinwurzeln liegen in den oberen rund 30 Zentimetern des Bodens. Freigelegt wird aber nicht die ganze Fläche, sondern gezielt dort, wo Ihr Vorhaben – etwa Fundament, Leitung oder Weg – in den Wurzelraum schneidet.
Ja, maßgeblich für die Wahl der Technik und die Risikobewertung. Flachwurzler wie Birken oder Ahorne bilden ein extrem dichtes, oberflächennahes Wurzelnetz, bei dem konventionelle Erdarbeiten sofort katastrophale Schäden anrichten. Tiefwurzler verankern sich tiefer, besitzen jedoch statisch essenzielle Starkwurzeln. Der regional typische, oft stark sandige Berliner Boden erfordert zudem eine exakt auf die Rieselfähigkeit abgestimmte Gerätschaft (z. B. Saugbagger vs. Handschachtung).
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